Lass dich fallen

 

Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein,
mache kleine Zeichen, die "Ja" sagen.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen, schaukle so hoch du kannst
mit deiner Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere "verantwortlich zu sein",
tue es aus Liebe.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge,
bade im Mondlicht.
Träume wilde phantasievolle Träume,
zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert,
kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Spiele mit allem, unterhalte das Kind in dir,
du bist unschuldig, baue eine Burg aus Decken,
werde nass, umarme Bäume.

 

aus "Lass dich fallen" von SARK

Vielschichtigkeit

In erster Linie geht es mir um die heilsame Begegnung mit einem selbst. Sei es bei der Entstehung der Bilder oder beim Betrachten.

Die Suche anzutreten, den eigenen Weg, die eigene Handschrift zu finden. Dies geschieht über den Moment, dass ich mir Zeit nehme zu verweilen, Zeit nehme, still zu werden und ein Stück Alltag hinter mir lasse. Zur Ruhe zu kommen und all das, was wir an Anforderungen haben – die Genauigkeit, die Schnelligkeit, die Erwartungen, den Leistungsdruck – für einen Moment fallen zu lassen und selbst ins Spiel zu kommen.

Das Reizvolle für mich am freien Prozess ist die Offenheit. Entwicklung und Veränderungen dürfen und müssen zugelassen werden. Dabei ist es eine Herausforderung, im richtigen Moment, richtungsweisende Entscheidungen auf dem Bild zu treffen.

In diesem Moment frei von Bewertung zu sein – und das ist die Herausforderung, denn der größte Kritiker sitzt im eigenen Kopf, sowohl beim Maler als auch beim Betrachter.                                                                                                                                                                                                                                                Anna Klöhn

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